Bauen im Bestand heißt: mit dem arbeiten, was schon da ist. Das ist anspruchsvoller als ein Neubau – dafür entsteht etwas, das an seinem Ort verwurzelt ist und Ressourcen schont. Wir untersuchen die Substanz, löten die Schwachstellen und entwickeln daraus ein Gebäude, das heutigen Anforderungen an Nutzung, Technik und Energie gerecht wird.
Beispiele aus unserer Arbeit: Sanierung, Umbau und Erweiterung des Hölty-Gymnasiums in Wunstorf, die Komplettsanierung der Sporthalle in Neustadt am Rübenberge und die Erweiterung der Grundschule Cremlingen.
Der Ablauf
So gehen wir Bestandsprojekte an
Bestandsaufnahme
Wir vermessen das Gebäude, sichten vorhandene Pläne und schauen uns an, was tatsächlich gebaut wurde – das weicht überraschend oft voneinander ab. Dazu kommt ein Blick auf Zustand, Schadstoffe und Genehmigungslage.
Potenzial und Konzept
Was kann bleiben, was muss weg, was lässt sich ergänzen? Wir zeigen Ihnen Varianten für Nutzung, Grundriss und Erweiterung – samt einer ehrlichen Einschätzung, was sie jeweils kosten.
Tragwerk und Technik
Gemeinsam mit Tragwerksplanung und Haustechnik klären wir, was die Konstruktion hergibt und wie sich Heizung, Lüftung und Elektro sinnvoll erneuern lassen – ohne das Gebäude zu überformen.
Energie und Förderung
Dämmung, Fenster, Anlagentechnik: Wir rechnen durch, welche Maßnahmen sich lohnen, und prüfen, welche Förderprogramme dafür infrage kommen.
Genehmigung und Umsetzung
Wir erstellen die Genehmigungsunterlagen, schreiben die Leistungen aus und begleiten die Baustelle – im Bestand besonders wichtig, weil sich hinter jeder geöffneten Wand eine Überraschung verbergen kann.
Worauf wir Wert legen
Substanz erhalten
Der graueste Beton ist der, der schon steht. Was tragfähig und brauchbar ist, bleibt – das spart Kosten und CO₂ zugleich.
- Vermessung und Schadstoffprüfung
- Erhalt vor Abriss
- Puffer für Unvorhergesehenes
Alt und neu zusammenbringen
Ergänzungen sollen sich nicht verstecken. Wir setzen Neues sichtbar, aber respektvoll neben den Bestand.
- Wiederverwendung vorhandener Bauteile
- Sichtbare Ergänzungen statt Imitat
- Materialien, die altern dürfen
Kosten realistisch halten
Im Bestand gibt es Unbekannte. Wir planen Puffer ein und sagen früh, wenn sich etwas verschiebt – statt am Ende zu überraschen.
- Fördermittel im Blick
- Energetische Maßnahmen durchgerechnet
- Kosten laufend fortgeschrieben
Architektur aus Hannover
Vom ersten Gespräch bis zur Abnahme haben Sie feste Ansprechpartner, die Ihr Projekt kennen – und die sagen, was geht und was nicht.